Die Frage ist nicht „Wozu noch ein Blogzine?“, die Frage sollte lauten „Unter welchen Prämissen und mit welchen Intentionen im Gepäck macht es Sinn, der überpopularisierten digitalen Medienlandschaft ein weiteres Blogzine aufzuladen?“
Am Beginn eines neuen Jahrzehntes wird gerne die Frage gestellt, was dieses kommende Jahrzehnt von den vorherigen unterscheiden wird und wie das Substrat dessen wohl aussehen mag, an welches man sich Jahrzehnte später einmal erinnern wird. Und weil Zuschreibungen bekanntlich immer erst retrospektiv zünden, wollen wir uns überraschen lassen. Was uns bleibt sind Prämissen und Intentionen, denen wir möglichst konsequent treu bleiben möchten und die wir mit ebensoviel Enthusiasmus auch auf den Kopf stellen oder verwerfen werden, wenn sie sich als nicht mehr tauglich erweisen.
Angeödet
Seit langem schon sind wir von der österreichischen Medienlandschaft angeödet. Als medienkundige Menschen bewegen wir uns in einem Umfeld, das täglich aufs Neue beweist, wie wenig Flexibilität und Subversivität es zu bieten hat.
Biotopisch
Und weil der Satz „Wenn’s dir nicht gefällt, dann mach’s doch besser!“ mehr Antriebskraft besitzt, als man gemeinhin annehmen würde, wollen wir uns ein eigenes kleines Biotop mit Aussicht auf mini- bis maximale Breitenwirkung errichten.
Wir legen dabei großen Wert auf fundierte Inhalte und kontroverse Meinungen. Wir schreiben niemandem nach dem Mund, wir sind hoffentlich streckenweise unangenehm und wollen zum Querdenken anregen.
Diversität
„Der Blogger“ sieht sich einer intellektuell-kontroversen Blattlinie verpflichtet und betrachtet die Diversität seiner Autoren als sein größtes Potenzial. Wir vereinen Akademiker, Studierende und Autodidakten, erfahrene Journalisten, die abseits ihres Brotberufes doch ein wenig andere Ansichten vertreten und neue Stimmen, die sich und ihre Ideen in kritischer Weise erproben und etwas lernen möchten.
Transnational
Wo unsere Autoren geboren sind und welche Nationalität sie tragen interessiert uns nicht.
Cultura imperfecta
Es ist uns ebenfalls ein Anliegen, Randbereiche der Kunst einer breiteren Masse zugänglich zu machen, deshalb wird „Lifebooks“ verstärkt Konzepte, Bilderstrecken und Präsentationen von Fotografen, Medienkünstlern und Musikern abseits des (alternativen) Mainstreams vorstellen.
Wir nehmen Ihre Leseproben entgegen: redaktion@derblogger.eu
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen größtmögliches Lesevergnügen und freuen uns, wenn Sie uns durch Lektüre oder Partizipation unterstützen.
Für das Redaktionskollektiv,
Esther Greenwood & O. Pryde
More
Support this project and others with 1-click micro-donations
