Wir stehen gerade am Anfang einer umfangreichen Schlammschlacht zwischen den Protagonisten, die ehemals das Projekt Wikileaks begonnen haben. Der grundlegende Gedanke, daß die Welt ein möglichst niederschwelliges Ventil für die Frustrierten, von Gewissensnöten geplagten und Unterdrückten braucht, eine Möglichkeit, die Mächtigen mit ihrem Tun anhand der dabei entstehenden Dokumente zu konfrontieren, ohne daß die Quelle sich persönlich in die Schußlinie begibt, scheint irgendwo hinten runtergefallen zu sein. Es geht offenbar nur noch um die Egos, um Kränkungen, Mißtrauen, Beleidigtsein und persönliche Vorwürfe. Von "geistigem Eigentum" ist auf der einen Seite die Rede, von "gestohlenen Daten" auf der anderen. Durchschlagskräftige Anwälte werden in Stellung gebracht, es geht um den Besitz von Daten, die eigentlich niemand gehören sollten außer der Öffentlichkeit, und pro und contra der Publikation eigentlich vertraulicher Chat-Protokolle. Die werden in Buchform – gespickt mit Boulevard-ta More
2011-02-09