Der Prinzessinnengarten ist eine soziale mobile und urbane Landwirtschaft auf einer 6000qm großen Brachfläche im Herzen von Berlin-Kreuzberg, auf der wir Gemüse in Bioqualität anbauen. Wir arbeiten ökologisch und fördern die biologische Vielfalt, indem wir etwa alte und seltene Sorten kultivieren. Wenn wir von einer sozialen urbanen Landwirtschaft sprechen, dann meinen wir nicht nur einen lokalen und damit klimafreundlichen Anbau von frischem und gesunden Gemüse. Vielmehr verstehen wir unser alternatives städtisches Grün als einen Bildungsgarten und als Instrument, um die Nachbarschaft in dem sozial schwachen Quartier zu stärken und zu aktivieren.
Unser urbanes Grün ist ein öffentlich zugänglicher Ort, der neben der biologischen auch die kulturelle und soziale Vielfalt befördern soll. Wir veranstalten kollektive Gartenbauaktionen, an denen mehrere hundert Interessierte und Nachbarn teilnehmen, eine “Gartensprechstunde“, sowie zahlreiche Bildungs- und Kulturangebote und beziehen auf diese Art die unter- schiedlichen städtischen Kulturen, Milieus und Lebensformen aktiv in unseren Garten ein.
Warum sollte es nicht möglich sein, eine ungenutzte Brachfläche zu neuem urbanen Leben zu erwecken? Ein Ort, an dem ein Kreuzberger Jugendlicher, seine gärtnerisch versierte Mutter aus der ersten Migrationsgeneration, eine Professorin der Agrarwissenschaften, ein Gartenaktivist aus New York, eine junge bürgerliche Familie und eine Biobäuerin aus einem Brandenburger Hofprojekt zusammentreffen, miteinander arbeiten, voneinander lernen und gemeinsam das Selbstangebaute verspeisen, Rezepte austauschen und sich entspannen? Und der Kreuzberger Moritzplatz soll nur ein Anfang sein. Unsere Beete sind mobil und können unabhängig vom vorgefunden Boden auch auf Hausdächern und an Wänden produktives Grün schaffen.
Das meinen wir mit Normadisch Grün!
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