
Die Verpackung macht’s – Gedanken eines Erstwählers zur Bundestagswahl 2009
Also, das war's dann. Meine erste Bundestagswahl. Eines Tages schneit ein hässlicher Zettel in unsympathischem Gelb ins Haus und ich darf daraus entnehmen, dass ich wählen darf. Nicht besonders einladend, nicht besonders übersichtlich und derart gestaltet, dass ich mir gut vorstellen kann, dass einige Menschen in diesem Land leidergottes schon die erste Hürde, die fehlende Motivation, aus diesem Behördendeutsch das richtige Procedere herauszufiltrieren, nicht nehmen werden und zu den vielbeklagten Nichtwählern wechseln. Irgendwie habe ich mir als demokratiebegeistertes Kind das immer anders vorgestellt. Ehrwürdiger. Nicht wie eine Vorladung zu einem x-beliebigen Behördentermin. Ließt man den Wisch weiter durch, stellt man fest, dass das Ganze auch noch in einer Schule stattfinden soll. Nicht gerade ein Ort, an den man mit vollkommen ungemischten Gefühlen zurückkehrt. Noch dazu, wie das Häubchen aus (saurer) Sahne auf den viel zu trockenen Kuchen, in der Turnhalle. Gedanken an strenge Gerüche,
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