
„Ich suche die Filme nicht, sie kommen zu mir. - Interview mit Andreas Dresen
Mittwoch früh im Foyer des Capitols: Andreas Dresen und Interviewerinnen verstecken abwechselnd jedes Anzeichen von Müdigkeit hinter dampfenden Kaffeetassen. Hallo, Herr Dresen. Haben Sie gut ausgeschlafen? (Anm. d. Red.: Andreas Dresen wurde Montagabend mit dem Film- und Medienpreis ausgezeichnet.) Es geht so. Ist ein bisschen später geworden. Was für eine Bedeutung hat dieser Preis für Sie? Das ist was ganz anderes, als einen Deutschen Filmpreis zu bekommen. Ich bin in Schwerin aufgewachsen und in diesem vertrauten Umfeld berührt mich diese Ehrung sehr. Dann kommen Sie gern Anfang Mai nach Schwerin und treffen alte Freunde wieder? Ich bin von Anfang an dabei gewesen. Damals hatte mein Film „Stilles Land“ im Rahmen des filmkunstfests 1992 Premiere. Hat Ihre Liebe zum Film denn hier ihren Ursprung? Ja, als Schüler habe ich mit meinen Freunden in Schwerin erste Amateurfilme gedreht. Was für Filme waren das? Geschichten aus dem Alltag: Ein altes Ehepaar möchte essen gehen und kriegt
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