Als Kaiser Wilhelm II. 1898 markig verkündete: "Unsere Zukunft liegt auf dem Wasser!" und damit meinte, Deutschland brauche eine große Flotte auf Nordsee und Atlantik, waren die Wasserstraßenbauer im Inland schon lange aktiv und hatten den 1892 begonnenen Dortmund-Ems-Kanal schon fast fertig gebaut. Bis zu 4500 Arbeiter wurden während der siebenjährigen Bauzeit des Kanals eingesetzt, der das östliche Ruhrgebiet mit der Nordsee verbindet. Die Planungen für die Wasserstraße reichen zurück bis ins Jahr 1856, als man begann, ein Kanalwegenetz zu entwerfen, um die wichtigsten Flüsse des Landes zu verbinden. Ziel war die Herstellung einer verkehrsgünstigen Anbindung des Dortmunder Hafens an die Nordseehäfen an Ems, Weser und Elbe, damit einerseits die Kohle abtransportiert und andererseits ausländisches Eisenerz über die Nordsee zur Verhüttung in das Ruhrgebiet gebracht werden konnte. Das Saarland als konkurrierender Kohlenstandort sperrte sich lange gegen diese Pläne. More
2010-07-14