Nahezu alle Literatur lebt von der Darstellung des Auffälligen, Abweichenden, irgendwie Ungewöhnlichen. Das gilt für Comics als im Großen und Ganzen grafisch-literarische Unterhaltungsform besonders. Der Amerikaner Harvey Pekar hat sich allerdings um diese Grundbedingung des Schreibens nie geschert. In seinen Comics mit dem Sammeltitel „American Splendor“ machte er konsequent sein weitgehend ereignisloses, unambitioniertes Leben zum Thema. Zusammen mit hochrangigen Undergroundzeichnern formte er faszinierende Geschichten daraus. Jetzt ist er 70-jährig in seiner Heimatstadt Cleveland/Ohio gestorben. Ein Nachruf von ANDREAS ALT More
2010-07-16