Es hätte so schön werden können. Oder immerhin ein wenig anders. Es sind die verpassten Chancen, die einem ein Leben lang nachhängen. In der Rückschau wirkt alles so einfach, so klar. Und trotzdem hatte ich es nicht gewagt. Ich kann mich genau an diesen Sonntag erinnern. An den 18.9.2011. Am Ende fehlten knapp 4000 Stimmen. Auch meine. Mit 4,7% war die Piratenpartei an der 5%-Hürde gescheitert. Ich war erleichtert damals. Erleichtert, dass meine eine Stimme auch nichts geändert hätte. Am nächsten Morgen sprach ich mit Peter. Es ging ihm ebenso. Und Sibylle, Andrea und Jörg. Das machte mich nachdenklich. Wie viele Peters, Sibylles und Andreas mochte es dort draußen noch gegeben haben? Ich wischte es weg. Hätte, hätte, Pferdewette. Ins Grübeln kam ich Jahre später. Es war nicht so, dass der neue Senat nur Mist gebaut hatte. Es war eher ein „Weiter so“. Berlin verlor nichts von seiner kreativen Strahlkraft. Dafür stiegen die Mieten, die S-Bahn gammelte weiter vor sich hin und i More
2011-08-29