Immer seltener finden sich Berichte, die an das tragische Schicksal der Menschen von Fukushima erinnern. Noch seltener werden wir mit Informationen darüber versorgt, dass radioaktive Strahlung keine Grenzen kennt. Ungehindert breitet sie sich um den gesamten Erdball aus. Jeder von uns trägt bereits strahlende Partikel in sich. Partikel des beinahe vergessenen Reaktorunfalls in Tschernobyl, Partikel aus Fukushima – und wer weiß, von woher noch. Liz Hayes, Reporterin für die CBS-Sendung „60 Minutes“, bereiste sowohl Japan als auch die Ukraine. Und sie ließ Michio Kaku zu Wort kommen, einen der führenden Experten zum Thema. Einige Bilder in dieser Reportage, dessen Aufzeichnung (englisch) sich am Ende des Artikels findet, erinnern an das tragische Schicksal jener Menschen, deren Heimat zuerst durch das Erdbeben und dem folgenden Tsunami, und danach durch die radioaktive Strahlung für immer zerstört wurde. 135.000 Menschen wurden zwangsevakuiert. Viele von ihnen leben in Notunterkünften, in durch Pappkartons abgegrenzten Zellen, die in öffentlichen Gebäuden eingerichtet wurden. Niemand weiß, welche Nahrung genießbar ist. Jeder befürchtet, und versucht darüber hinwegzusehen, dass alles Essen, das Wasser und auch die Luft verseucht sind. Der international anerkannte Physiker Michio Kaku erklärt unverblümt, dass es sich bei diesen Menschen um „Versuchskaninchen“ handle. Mit den Jahren wird sich zeigen, wie hoch die Krebsraten unter ihnen ansteigen werden. Doch wie geht es mit den beschädigten Reaktoren weiter? Wie lange werden sie noch strahlen? Ist die Gefahr einer noch größeren Katastrophe nun endlich gebannt? Dazu Professor Michio Kaku wörtlich: „Es wird gesagt, dass der Reaktor stabilisiert ist. Ja, das stimmt. Stabilisiert in einer Art, als würden Sie am Rande eines Abgrunds hängen, sich mit Ihren Fingernägeln festhalten, und ein Fingernagel nach dem anderen beginnt zu brechen. Das ist mit Stabilität gemeint. In anderen Worten: Es ist ein Wettlauf mit der Zeit.“
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