Als es die DDR noch gab und der Flughafen Schönefeld noch auf dem Gebiet derselben lag, bin ich ziemlich oft von dort nach Budapest geflogen, denn das war billiger und schneller – ohne Umsteigen in Frankfurt. Es war allerdings immer ein kleines Abenteuer, die zwei Kilometer von der West-Berliner Stadtgrenze zum Flughafen zurückzulegen. Das ging entweder mit dem qualmenden Ikarus-Bus, der vom ZOB am Funkturm nach Schönefeld fuhr und unterwegs einen halblegalen Zwischenstopp am S-Bahnhof Tempelhof einlegte (man erinnere sich, dass die S-Bahn nach einem Vier-Mächte-Vertrag damals auch im Westen von der Reichsbahn der DDR betrieben wurde und Reichsbahngelände damit auch irgendwie exterritorial war), oder man fuhr mit der BVG bis zur Grenze, um selbige fußläufig zu überwinden... More
2010-07-24