Wenn man Video- und Computerspiele als „interaktive Unterhaltungssoftware“ bezeichnet, dann schwingt da irgendwie etwas Kaltes und Logistisches mit – der Mief von Großhandelsvokabular klebt an diesem semantischen Ungetüm. Und doch ist der Begriff nicht tot zu kriegen. Wenn man nun den Feind nicht schlagen kann, so heißt es, muss man sich diesen eben zum Verbündeten machen. Anschließend wollen wir durch eine Transformation – dem Gang durch die Institutionen, wenn man so will – gefügiger machen und ihn mit persönlichen Erfahrungen normativ neu aufladen: kurzum, es gilt, Deutungshoheit gewinnen! RUDOLF INDERST sagt: Willkommen zur interpassiven Unterhaltungssoftware.
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