Asteroiden sind cool! Besonders die außergewöhnlichen Objekte, die, die sich nicht so verhalten, wie die anderen. Früher habe ich mal über meine Disseratation berichtet. Da ging es um erdnahe Asteroiden und die Frage nach ihrer Langzeitdynamik. Denn wegen ihrer Nähe zu den größeren inneren Planeten - Venus, Erde und Mars - und den vielen Begegnungen die die Asteroiden mit diesen Planeten haben ist ihre Bahn enorm chaotisch. Und ihre Lebenszeit ist deswegen begrenzt - sie haben keine stabilen Bahnen sondern werden mit einem Planeten oder der Sonne kollidieren oder ganz aus dem Sonnensystem geworfen - und zwar normalerweise innerhalb einiger zehn- bis hundertausend Jahre. Wenn wir heute also noch erdnahe Asteroiden sehen können, dann muss irgendwo ständig Nachschub her kommen. Normalerweise liegt der Ursprung der erdnahen Asteroiden im Hauptgürtel der Asteroiden zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter. Dort sind die Objekte im Allgemeinen auf stabilen Bahnen - aber wenn z.B. doch ein Asteroid mit einem anderen kollidiert dann kann er bzw. Bruchstücke der Kollision in Bereiche geworfen werden, in denen Resonanzen wirksam sind. Durch diese Verstärkung der gravitativen Kräfte kann die Bahn extrem geändert werden und der Asteroide verlässt den Hauptgürtel und erreicht den Bereich der inneren Planeten und folgt ab dann der chaotischen Bahn eines erdnahen Asteroiden. Eine neue Entdeckung aus China zeigt uns jetzt vielleicht noch einen weiteren Mechanismus. More
2010-08-20