In meinen Seminaren frage ich die Teilnehmer immer, was sie unter "Präsenz" verstehen.
Die meisten beantworten die Frage mit Ausstrahlung und haben damit natürlich auch recht.
Wenn ich versuche zu erklären, dass Ausstrahlung etwas ist, das von "aussen" wahrgenommen wird, aber trotzdem ein aktiver Vorgang ist, schaue ich immer in fragende Gesichter.
Dann lasse ich eine Person den Raum verlassen, draussen kurz durchatmen und wieder eintreten. Und die anderen Teilnehmer geben Feedback zu dessen Ausstrahlung. Wenn ich ihn selbst befrage, wie er sich denn fühlt bzw. was er denn fühlt, kommt meistens ein "Komisch, so bewusst angeschaut zu werden." oder "Naja, ich werde halt beobachtet". Ausstrahlung bzw. Präsenz fängt im Kopf an. Wir verlernen im Laufe unseres Lebens, unsere Mitte zu finden, uns selbst zu stabilisieren. Das sitzen vor dem Computer schädigt unsere Haltung, Misserfolge lassen unseren Kopf hängen, die Schnellebigkeit macht uns zu "passiven Menschen", denn "man kann
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