Das ist dann heute wohl der berühmte "Tag danach", der brave Süden der Bundesrepublik ist ins Wanken geraten und schwingt immer noch ein wenig nach. Warum? Weil in Stuttgart ein Bahnhof gebaut werden soll und der Protest der sich dagegen formiert mit Gewalt bekämpft wird. Dafür gibt es keine einfache Erklärung, höchstens die Deutung von Phänomenen. Jenseits des gefühlten Weißwurstäquators kann man das wahrscheinlich schwer vermitteln, dass eine simple Baumaßnahme solche Wellen schlägt. So ist das eben, wenn sich die Politk in die Sphären gibt, die sich mit Gesetzen selbst geschaffen hat, um ihr eigenes Handeln als demokratisch zu legitimieren, während die Bürger sich das jahrzehntelang angesehen haben, ohne sich einzumischen. Beide hatten ihre Ruhe. Ein Wert jenseits formaler Strukturen, der hier im Süden hoch geschätzt wird. Wenn sich das dann mal ändert ist gleich Feuer auf dem Dach. In Bayern hatten wir in den 1980ern die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf, an der sich der Unmut
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