Über kurz oder lang ist man als Autor gezwungen, sein Werk zu kürzen. Sei es, weil der Lektor die Nebengeschichte überflüssig findet. Die, wo die lesbische Freundin der Protagonistin sich einen Pudel kauft, der auch lesbisch ist. Zum Beispiel. Oder sei es, weil die Angaben eines Magazins nicht eingehalten werden können. Nein, die drucken nicht extra zehn Seiten mehr, nur, damit Euer Machwerk nicht verstümmelt wird. „Verstümmelt“ ist ein gutes Stichwort. Viele Autoren sind dermaßen von sich selbst und ihrer ersten Eingebung überzeugt, dass sie sich nicht kurzfassen wollen und nicht kürzen mögen. Dabei ist das Kürzen das Werkzeug im Kasten eines jeden Schreiberlings, das einen Text wirklich besser machen kann. More
2010-10-09