Adorno genießt wieder zunehmendes Ansehen, was wohl damit zusammenhängt, dass unpräzises Assozieren mit punktueller verbaler Brillanz in hohem Ansehen bei Leuten steht, die nie einen elementaren Logikkurs besuchten. Unerträgliche Begriffsdehnungen wie 'Aufklärung' in "Dialektik der Aufklärung", dessen Extension von den Taten des Odysseus bis zu den Konzentrationslagern reicht, führt immer noch zu Bewunderungsausbrüchen anstatt zu Kopfschütteln. Ein besonders gutes Beispiel für mangelnde intellektuelle Redlichkeit ist der sogenannte "Postivismusstreit", der gegen Karl Popper angestrengt wurde, ohne entweder dessen Theorien nur ansatzweise verstanden zu haben, oder den Begriff 'Postivismus' aus polemischer Absicht völlig sinnleer zu gebrauchen. Sehr gut fasst Ian Hacking dies in seiner "Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften" zusammen: Auf Popper treffen nicht genug der von mir aufgezählten Merkmale [...] zu, um ihn einen Positivisten zu nennen. Mit Bezug auf theoretischen Entitä More